Aufruf zur Menschenkette am trockenen Rheinufer in Köln am 04.09 um 17 Uhr
Wie ganz Deutschland hat auch Rösrath die Folgen der Klimakrise zu spüren bekommen: Brände in der Wahner Heide, Brandgeruch von den Großbränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn, 36 Grad in Dachgeschosswohnungen, ausgefallene Kühlungen in Supermärkten, fehlende Klimatisierung in sozialen Einrichtungen.

Hitzeschutzaktionspläne sind das politische Mittel, das Städten und Kommunen zur Verfügung stehen, um sich für künftige Hitzesommer zu wappnen. Die Gesundheitsministerkonferenz rief im Oktober 2020 deutsche Kommunen auf, auf Grundlage innerhalb von fünf Jahren Hitzeaktionspläne zu erstellen. Das ist bisher nicht verpflichtend, aber kommunale Hitzeaktionspläne ermöglichen, auf kleinräumiger Ebene passgenaue verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen zur Information und zum Schutz der Bevölkerung vor Hitze und UV-Strahlung zu entwickeln und umzusetzen.
In NRW haben laut Gesundheitsministerium NRW 25 von insgesamt 427 Kommunen im Land einen fertigen Hitzeaktionsplan. Die Stadt Bergisch Gladbach hat 2023 einen solchen veröffentlicht. Ein Hitzeknigge, wie die Stadt Rösrath ihn veröffentlicht, der auf eine Veröffentlichung des Umweltbundesamt verweist, wie auch weitere Verweise auf Ratgeber, die an Maßnahmen von Einzelnen appellieren, werden nicht ausreichen. Wir brauchen gemeinschaftliche Lösungen von Stadt, sozialen Verbänden, lokalen Betrieben und bürgerlichem Engagement, um die hitzebedingten Herausforderungen zur bewältigen.
Wir fordern, dass auch Rösrath einen Hitzeaktionsplan aufstellt, gerne in Zusammenarbeit mit benachbarten Kommunen, und Lösungen für die zu erwartenden Hitzesommer für die Menschen in Rösrath, die sozialen Einrichtungen und die lokalen Betriebe aufzeigt: wo können Menschen kühle Orte aufsuchen, wie kann Hilfe für vulnerable Bevölkerungsgruppen organisiert werden und wie können Arbeitgeber auf Hitze reagieren? Denn ein Sommer wie dieser wird wohl eher zur Normalität als zur Ausnahme.
Und wir fordern, dass die Bekämpfung der Klimakrise ganz oben auf der Prioritätenliste von politischen Entscheidungsträgern steht. Wir brauchen jetzt Maßnahmen, die unsere Abhängigkeit von fossilen Energien drastisch und schnell reduzieren und wir brauchen tragfähige Anpassungsmaßnahmen an den bereits bestehenden Klimawandel. Dies ist nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich eine Pflichtaufgabe.
Deshalb unterstützen wir den Aufruf zur Teilnahme an der Menschenkette am Rheinufer zwischen Hohenzollernbrücke und Zoobrücke eines breiten Bündnisses von Klimaschutzorganisationen auf: Am 04.09. ab 17 Uhr.

Quellen:
- https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/badenova-bereitet-wassertransporte-in-schwarzwald-vor-am-feldberg-wird-trinkwasser-knapp-100.html
- https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/hitzeplaene-pflicht-kommunen-100.html
- https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/aktionsplanung/plaene/index.html
- https://www.roesrath.de/rathaus-buergerservice/aktuelles/aktuelle-nachrichten/hitzeknigge-tipps-fuer-das-richtige-verhalten-bei-hitze
